Angeln im Frühling – Tipps, Tricks und die besten Gewässer

Lesezeit: 6 Minuten

Viele Angler beschreiben den Frühling als die schönste Jahreszeit zum Angeln. Wieso? Ganz einfach – die Fische sind hungrig und kommen wieder in Beißlaune. Im Winter waren sie aufgrund der kalten Wassertemperaturen träge und haben nur das Notwendigste gefressen. Jetzt, wo die Temperaturen wieder steigen, kommt der Stoffwechsel wieder in Schwung und die Schuppenträger wollen sie sich den Bauch vollschlagen. Das sorgt für wunderschöne Angelerlebnisse mit regelrechten Fressrausch-Szenen.

In unserem Beitrag erfährst du, welche Fische du im Frühling fangen kannst, bekommst hilfreiche Tipps und Tricks sowie typische Hotspots für das Angeln im Frühling.

Diese Fische fängst du im Frühling

Forellen – Im März endet die Forellenschonzeit, begünstigt durch die noch relativ kalten Wassertemperaturen und die Fressgelüste der Forellen ist der Frühling der beste Zeitpunkt zum Angeln auf die Salmoniden. – Foto von Jens Nolte

Angeln auf Forellen nach der Schonzeit

Kapitaler Hecht im Frühling

Hecht – Die Hechtschonzeit endet im April bzw. Mai! Nach der Laichsaison stehen die Hechte noch in den Flachwasserzonen, um sich vom Laichgeschäft zu erholen. – Foto von Hermann Büttner

Alle Infos zum Ende der Hechtschonzeit

Zander – Zander fühlen sich ab 12°C wohl in ihrem Element und fangen besonders an sonnigen Nachmittagen wieder an zu jagen. In vielen Bundesländern ist noch Schonzeit für Zander, die erst im Mai endet. Du musst dich also noch bis zum Ende des Frühlings gedulden, um wieder auf die begehrten Stachelritter zu angeln. – Foto von Dennis Müller

Erfahre mehr zum Angeln auf Zander

Karpfen – Für das Angeln auf Karpfen ist der Frühling eine hervorragende Jahreszeit. Die dicken Rüssler ziehen durchs warme Flachwasser. Achte darauf, nur leicht anzufüttern und auf proteinreiche Köder. 

alex schütte

Barsche – Obwohl Barsche an vielen Gewässern keine Schonzeit haben, solltest du in den Monaten März, April und Mai die Fische in Ruhe ablaichen lassen. – Foto von Alex Schütte

Auch Brassen und Aale trauen sich mehr aus ihren Verstecken und beginnen wieder zu fressen.

Wenn du mehr über das Angeln im März erfahren möchtest, dann wirf einen Blick in diesen Beitrag.

Angel-Hotspots im Frühling

Flacher Bereich direkt am Ufer an der Aist für das Angeln im Frühling
Schöner Platz zum Angeln im Frühling an der Aist | Foto von Georg Schaumberger

Die Fische suchen sich im Frühling noch immer die wärmsten Bereiche im Gewässer und das sind dank der zunehmenden Sonneneinstrahlung oft flache und ruhige Bereiche. Diese gilt es also aufzusuchen und am besten mit etwas Distanz anzufischen, denn die Fische können sehr scheu sein. Oftmals findest du die besten Stellen direkt neben dem Ufer im 30-50 cm tiefen Wasser! 

Dabei gilt, die besten Fangzeiten im Frühling sind am Nachmittag, da morgens das Wasser noch recht kalt ist. Hervorragende Voraussetzungen sind, wenn es ein paar Tage vor deinem Ausflug schon warm und sonnig war. Achte auf die Wassertemperatur – unter 10 Grad Celsius sind die Fische noch nicht sehr aktiv und deine Beißchancen sinken rapide.

Die Laichzeit des Zanders ist im Frühjahr meist gegen April bis Juni. Bei ungefähr 12 bis 15 Grad Wassertemperatur legen die Weibchen ihren Laich auf hartgründigen Uferstellen in 1 bis 3 Metern Tiefe in flache Laichgruben ab. Die Männchen schützen anschließend aggressiv das Gelege vor Verschlammung oder Laichräubern. In diesen Zeiten solltest du beim Angeln besonders aufpassen. Wenn es Zander in deinem Gewässer gibt, überlege dir, wo diese ihre Laichgruben haben, um beim Angeln nicht die Gelege zu zerstören.

Schöner Spot zum Angeln im Frühling – flache Uferstelle mit Schilf | Foto von FV Niedersonthofener See e.V.

Typische Hotspots zum Angeln im Frühling:

  • Die Innenseite von Außenkurven im Fluss
  • Flachwasserbereiche
  • Sandbänke
  • Direkt am Ufer
  • Fließgewässer – dort, wo es Nebengewässer, zum Beispiel Baggerseen, Kanäle, Hafenbecken mit Flussanbindung gibt
  • Flache Buhnen
  • Schilfbänke – Flach, sauerstoffreich und viele Jungfische, der perfekte Spot für Raubfische

5 Tipps für einen erfolgreichen Angelausflug im Frühling

  1. Wenig anfüttern, damit die Fische sich nicht zu schnell vollfressen.
  2. Der Stoffwechsel der Schuppenträger ist noch nicht auf Hochtouren. Deshalb ist weiterhin eine langsame Köderführung angebracht, aber etwas schneller als im Winter darf es sein.
  3. Mittag und Nachmittag ist das Wasser am wärmsten – Bisse erfolgen zu dieser Zeit häufiger als Morgens oder abends.
  4. Flache Gewässer erwärmen sich schneller und versprechen gute Fangergebnisse. Falls du Uferbereiche mit einem dunklen Untergrund kennst, dann solltest du dort unbedingt dein Anglerglück probieren. 
  5. Behalten den Wetterbericht im Auge! Regen und viel Wind können für eine Abkühlung der Gewässer sorgen. Warte am besten auf mehrere sonnige Tage, damit sich das Wasser gut erwärmen kann.

Gewässer zum Angeln im Frühling

Deutschland

Edersee – Mit ca. 12km² ist der Edersee der zweitgrößte Stausee Deutschlands und liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen. Der Edersee gehört zu den den fischreichsten Gewässern Deutschlands und bietet neben Zandern eine große Artenvielfalt. Zu den häufigsten Raubfischen gehört der Barsch. Aber auch auf Hecht, Forelle und Wels kannst du im Edersee erfolgreich angeln.

Abtsdorfer See – Bekannt ist der See wegen der großen Raubfische, die dort gefangen werden. Waller, Karpfen, Barsch und Aal werden jährlich in kapitalen Ausmaßen gelandet.

Affolderner See – Der viertgrößte Stausee Hessens wird von seinem Pächter Naturpark Kellerwald-Edersee halbjährlich mit rund 500 Kilogramm Bach- und Regenbogenforellen besetzt.

Aller – Die Aller entspringt bei Magdeburg und fließt bei Verden in die Weser. Für Angler ist der Fluss von großem Reiz, vor allem für Buhnenfischer

Bederkeaser See – Der 215 Hektar große Bederkeaser See ist durchschnittlich nur 1 Meter tief. Dafür bietet er ein hervorragendes Angelrevier für Karpfen und Schleien.

Abens – Der Abens verfügt über eine Vielzahl von Zuflüssen und Altwässern und ist von einer sehr natürlichen Gewässerstruktur, flachen Läufen und teilweise dicht bewachsenen Ufern geprägt. Dadurch ist er zwar auch für einige Kanufahrer interessant, im Allgemeinen kann man aber in aller Ruhe in der Abens angeln und wird nur selten gestört.

Rhein bei Neuenburg – Entlang des Rheins bei Neuenburg findet man eine idyllische und reizvolle Flusslandschaft. Besonders das Fliegenfischen ist hier zu empfehlen. Schnelle Strömungsstrecken, langsam fließendes Wasser sowie Buhnen mit tiefen Wasserbecken kennzeichnen den Rhein.

Barthe bei Starkow – Die Barthe ist ein langsam fließender Fluss in Mecklenburg-Vorpommern und bietet Aal, Barsch, Brassen, Döbeln, Karpfen, Hechten und Zandern ein Zuhause.

Österreich

Donau Orth – Der Fluss befindet sich im schönen Nationalpark Donau-Auen. Erlaubt ist das Angeln an der Donau Orth das ganze Jahr über, wobei besonders im Sommer vermehrt mit Besuchern zu rechnen ist.

Millstätter See – Der zweitgrößte See Kärtens hat Anglern einiges zu bieten. Besonders häufig werden Hechte, Forellen und Zander aus dem Wasser gezogen. Darüber hinaus tummeln sich in dem Gewässer aber auch noch viele andere Fischarten, mitunter der Seesaibling, die Brachse, die Aalrutte oder der Wels.

Mondsee – Der See ist bekannt für seinen Renken- und Saiblingbestand. Darüber hinaus findet man beim Angeln im Mondsee noch viele andere Fischarten, darunter Barsche, Karpfen, Hechte oder Brachsen.

Ober und Untere Erlauf – Beim Angeln an Erlauf, genauer gesagt der Oberen und Unteren Erlauf, wird den Anglern einiges geboten: Mal erwarten dich wilde Gumpen, schäumende Flussstrecken und dann plötzlich ganz scheue Wildfischarten wie die Regenbogenforelle oder Äsche. Aufgrund des Nahrungsreichtums tummeln sich in dem Gewässer verschiedene Fischarten, darunter viele Salmoniden, Zander, Welse, Hechte und Karpfen.

Schwarzensee – Auf einem Hochplateau zwischen Wolfgangsee und Attersee gelegener Gebirgssee mit einer Tiefe bis zu 54 m. Von Wäldern und Almen umgeben. Ein hervorragendes Gewässer für Salmoniden und Hechte.

Inn bei Wörgl – Das Innrevier 5022 bietet viele schöne Strukturen, von tiefen Rinnen bis zu schönen Kiesbänken. Es ist relativ wenig verbaut und weist noch ein Ufer auf, das so gut wie auf der ganzen Länge vollkommen natürlich ist.

Weitere Gewässer zum Angeln im Frühling findest du in diesem Beitrag: Angelseen zum ganzjährigen Angeln

Quellen

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