Die Jagst – ein natürliches Eldorado für Angler

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Die Jagst ist ein Mittelgebirgsfluss im Norden Baden-Württembergs. Es ist mit einer Länge von 190 Kilometern einer der größten Nebenflüsse des Neckars. Das Jagsttal hat einen sehr ländlichen Charakter und ist seit 2003 als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Kurz nach ihrer Quelle wird die Jagst zu einem See aufgestaut, bevor der Fluss sich durch Auenmäander vorbei an Crailsheim, der größten Stadt am Fluss, durch Ebenen und Wälder schlängelt, in die Hohenloher Ebene eingräbt und das württembergische Unterland durchströmt, bis sie schließlich in den Neckar mündet.

Unter Anglern ist der Fluss sehr beliebt, denn das Gewässer gilt als fischreich und beherbergt praktisch alle wichtigen mitteleuropäischen Fischarten. So kommen sowohl Friedfisch- als auch Raubfischangler voll auf ihre Kosten, denn neben Aalen, Barben, Barschen und Brassen sind hier auch Döbel, Forellen, Hechte, Karpfen sowie Rotaugen, Schleien, Welse und Zander beheimatet, um sie beispielhaft in alphabetischer Reihenfolge zu nennen. Am häufigsten kommen allerdings Bachforellen, Barben, Döbel sowie Hechte, Karpfen, Schleien und Zander vor.

Eine Brücke über die Jagst | © ASV Crailsheim

Bei Crailsheim in der Jagst angeln

Der 10,8 Kilometer lange Abschnitt der Jagst bei Crailsheim wird vom Angelsportverein Crailsheim e.V. bewirtschaftet. Der für Gäste freigegebene Abschnitt reicht nördlich vom Steinbruchweg beim Steinbruch und Schotterwerk bis zur B290, wo er südlich des Stadtparks endet. Insbesondere wegen seines Verlaufs durch den Stadtpark und auch den weiteren Verlauf durch natürliche Umgebungen inmitten der Stadtlage eignet sich die Jagst auch hervorragend zum innerstädtischen Angeln, auch wenn der Fluss hier mitunter etwas eingeengt wirkt. Flussabwärts Richtung Norden wird der Abschnitt durch einen dichten Gehölzsaum begleitet und es gibt zahlreiche Plätze, an denen Bäume und Sträucher über das Wasser ragen, sodass sich hier ideale Angelspots bieten. Der Boden ist sandig, der Fluss ist fischreich und insbesondere zum Ansitzangeln, zum Feederangeln und zum Posenangeln ist der Abschnitt ideal (Spinnfischen ist nicht erlaubt).

Durch die Stadtnähe sind die Parkmöglichkeiten hervorragend und über die B290 ist die Erreichbarkeit aus nördlicher und südlicher Richtung hervorragend. Da die Jagst stellenweise nur 50 cm tief ist, ist das Wasser insbesondere nach der Hochwasserperiode von Mai bis Oktober glasklar.

Angelkarten und Einschränkungen

Angelkarten kaufen

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Beachte, dass das Angeln mit der Gastkarte des Angelsportvereins Crailsheim südlich nur zum Angeln in der Jagst bis zur Brücke der Goethestraße (B290) berechtigt.

Im letzten Teilabschnitt liegt die Jagst in einem Naturschutzgebiet, das an der Kläranlage bei der Heldenmühle beginnt. Mit einer Gastkarte darfst du lediglich bis oberhalb des Wehrs Heldenmühle in der Jagst angeln. Achte unbedingt auf die Schilder, denn es darf nur auf den beiden Parkflächen geparkt werden. Zudem gilt im Bereich der Mühle Schrittgeschwindigkeit. Auf den Wiesen entlang des Gewässers solltest du keinesfalls parken, denn dies kann zu einer Strafanzeige und zum Entzug der Fischereierlaubnis führen!

Die Mühlkanäle sowie Seitenbäche sind zudem Schongebiete, sodass hier nicht geangelt werden darf. Außerdem dürfen weder Hechte noch Zander beangelt werden und auch das Spinnfischen sowie das Fischen mit lebenden oder toten Ködern sowie Fischteilen ist hier nicht erlaubt. Nachtangeln sowie Bootsangeln ist ebenfalls untersagt.

Wenn du in der Jagst bei Crailsheim im Kreis Schwäbisch Hall angeln möchtest, kannst du hier gleich online eine Tageskarte oder Wochenkarte kaufen und noch heute aufbrechen und dein Glück versuchen.

Tipps für das Angeln in der Jagst bei Crailsheim

Die Jagst im Stadtpark | © ASV Crailsheim

Besonders interessant ist der Abschnitt der Jagst durch die vielen Autobrücken sowie die Eisenbahnbrücke in Verbindung mit der dichten Ufervegetation. In den Bereichen, wo Licht und Schatten sich abwechseln, tummeln sich in der Regel viele Fische und es gibt zahlreiche gute Spots zum Posenangeln in der Jagst.

Zwar spricht man bei der Jagst von einem reichen Barbengewässer, erfahrene Angler wissen aber, dass es sich insbesondere auch um einen hervorragenden Abschnitt für Raubfischangler handelt. Jährlich werden Forellen eingesetzt, die aber mitunter schwer zu erbeuten sind. Insbesondere Fliegenfischer können aber sehr erfolgreich sein, wenn sie die richtigen Nymphen in ihrer Box finden.

Anfüttern bringt in dem Abschnitt nur relativ wenig, da die Fische praktisch ununterbrochen im Fluss umherwandern und nicht an feste Standplätze gewöhnt sind. Allerdings gelten die größeren Karpfen und Schleien durchaus als standorttreu, sodass sich eine bedachte Standortwahl durchaus auszahlen kann.

Sehr beliebt ist die Stelle an der Mündung zum Flüsschen Kupfer, denn durch die Gumpen, die sich hier bilden, stehen besonders im Sommer starke Fische in diesem Bereich. Überhängende Bäume und starker Krautbewuchs sind natürlich ebenfalls stets vielversprechende Spots. Auch im Herbst bietet die Jagst sehr gute Fangtage, sodass man auch selbst sehr spät noch sehr gut Karpfen fangen kann. Als besonderer Geheimtipp gilt übrigens Gouda-Käse als Köder für Barben.

Quellen

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