Freitag der 13. – Aberglaube unter Anglern?

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Manch Aberglaube ist schon Jahrhunderte alt und hält sich noch immer fest im Denken der Menschen. Vielleicht, weil doch etwas Wahres dran ist? Es gibt aber auch sehr persönlichen Aberglaube, der besonderen Erfahrungen geschuldet ist. Es gibt Fußballspieler, die den Rasen nicht betreten, ohne vorher über die Glatze des Torwarts zu streicheln. Auch unter uns Anglern gibt es mitunter ganz eigene Rituale und vielleicht auch den ein oder anderen Aberglauben…

Heute ist Freitag der 13. – ein Unglückstag!? Nun, manch Angler wird dir raten: “Wenn du heute angeln gehst, fängst du garantiert nichts – nur Hänger und die Montage ist weg!” Die irrationale Furcht vor Freitag, dem 13., nennt sich Paraskavedekatriaphobie und geht so weit, dass die betreffende Person nicht einmal das Bett verlässt. Manch einer angelt nicht am Freitag, den 13., aus Furcht, dass er einen Fisch mit Hockey Maske am Haken hat. Vielleicht doch besser am 7. Angeln. Die 7 ist ja schließlich eine Glückszahl. 

Magisches Angelzubehör

Kescher vor blauem Himmel
Der „heilige“ Glückskescher | Foto von Raghavendra Saralaya auf Unsplash

Der Angler-Aberglaube hat interessanterweise sehr oft mit dem Kescher zu tun. Manche Angler schrauben die Teile des Keschers auf eine ganz bestimmte Art und Weise zusammen, andere wiederum lassen ihn demontiert liegen, damit die Fische denken: “Der meint es nicht ernst.”

Viele erfolgreiche Angler besitzen Talismane. So trägt manch Profi eine Hasenpfote in der Hosentasche, die vor jedem Auswurf kurz liebevoll gestreichelt wird. Ist die Hasenpfote nicht dabei, ist der Angeltag im Eimer. Andere kleben eine Münze unter das Rutenende, um mehr Glück beim Angeln zu haben. 

Sehr viele Angler besitzen einen besonderen Angelhut, eine Glücksweste oder ein Kleidungsstück, das immer dabei sein muss, auch wenn es schon sehr unter der jahrelangen Benutzung gelitten hat. Unter dem zweifelnden Blick der Umstehenden wird dann erklärt: „Mit dieser Mütze habe ich meinen 120cm Hecht gefangen – die wird nicht weggeschmissen!“

Wie stehst du zum Anglen am Freitag, den 13.?

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Angler-Sprüche mit wahrem Kern

Auch der Wind ist ein wichtiger Bestandteil im Angler Aberglaube:

  • „Kommt der Wind aus Osten, dann laß die Angel rosten!“
  • “Kommt der Wind von Nord, bleib vom Wasser fort.”
  • “Wenn der Wind von Süden geht, den Köder er ins Fischmaul weht.”
  • “Weht er aber von Westen, bleib im Bett am besten…”
  • “Kommt der Wind zum Land, hast du Fisch in der Hand!”

Wenn es nach diesen Angler-Regeln geht, dann sollte man wohl an den meisten Tagen gar nicht erst ans Wasser gehen, denn wie viele wirklich perfekte Windtage gibt es schon?

Angler und Seefahrer – im (Aber-)Glauben vereint

Seefahrer steuert Boot
Seefahrer und Angler teilen ihren Aberglauben | Foto von Flavio Gasperini auf Unsplash

Ja, was den Aberglauben angeht, können wir definitiv den Seefahrern Konkurrenz machen. Wir teilen sogar einige Regeln mit den Seeleuten:

“Nimm niemals eine Banane mit auf dein Boot. Bananen bringen Unglück!” Auf der Titanic hatte sie auch welche dabei und schau, was passiert ist. Dieser Aberglaube ist schon etwas älter und stammt aus dem 17. Jahrhundert, als aus der Karibik Bananen nach Europa transportiert wurden. Viele dieser Schiffe sind gesunken oder verschwunden.

Ein weiterer Aberglaube, der aus der Seefahrt stammt, aber auch von vielen Anglern verwendet wird: “Nicht pfeifen, wenn man mit dem Boot auf dem Wasser ist.” Dies erzürnt nämlich den Gott des Windes und des Meeres – Rasmus. 

Angler-Aberglaube – früh übt sich

Beim Jugendangeln hielten wir uns immer gegenseitig davon ab, zu nah an das Wasser zu gehen, damit der eigenen Schatten nicht auf das Wasser fällt – egal wie weit draußen die Montage liegt. Sobald nur ein Zipfelchen des eigenen Schattens auf dem Wasser steht, wissen sofort alle Fische im See Bescheid und es wird heute nichts mehr gefangen.

Der Fischkönig

Zum Schluss noch ein etwas skurriler Aberglaube: Wenn man den ersten gefangenen Fisch küsst, beißen anschließend noch viele weitere. Oder er verwandelt sich in den Fischkönig…je nachdem.

(Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay)

Und wie sieht es bei dir so aus? Welche Rituale, Talismane und Aberglauben zelebrierst du, um dein Fangglück positiv zu beeinflussen? Wir sind gespannt – schreib uns ein Kommentar!

Wir gehen heute jedenfalls angeln und und wenn du dich vom heutigen Datum auch nicht unterkriegen lässt, kannst du dir hier deine Angelkarte ganz gefahrlos online holen!

Quellen

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