Angeln & Petri Heil: so begrüßt du am Wasser

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„Petri Heil!“ beim Angeln – Wer Angler im deutschsprachigen Raum ist, der weiß eines: „Petri Heil“ und „Petri Dank“ gehören zum Anglervokabular wie das Amen im Gebet. Manchmal ist es ein bloßes „Petri“, wenn das negativ behaftete Wort „Heil“ weggelassen wird. Angler begrüßen einander  üblicherweise mit dem allseits bekannten „Petri Heil“. Aber wie sieht es mit der Herkunft des „Petri Heils“ aus und was bedeutet es eigentlich?

Wurzeln in Bibelgeschichte

Die Herkunft des „Petri Heil“ rührt aus dem Lukasevangelium. Der Legende nach sollen 30 Jahre nach Christi Geburt der Fischer „Simon Petrus“ und andere Männer den See Genezareth in Galiläa befischt haben. Das Glück war jedoch nicht auf ihrer Seite und sie wollten beinahe aufgeben. Da trafen sie auf einen Fremden, der ihn zusprach, ihre Netze noch ein letztes Mal auszuwerfen. Als die Männer das Netz ein weiteres Mal einzogen, war es randvoll mit Fischen.

Aus „Simon“ wurde später Petrus und Petrus ist bis heute der Schutzpatron der Angler. Auf ihn bezieht sich der Gruß. Mit „Petri Heil“ wünschen wir anderen Anglern also einen ebenso großen Fangerfolg, wie damals Petrus beschieden war.

Musikalisches Petri Heil

Passend zum Thema wollen wir euch natürlich auch die „musikalischen Angelhymnen“ nicht vorenthalten, die voll und ganz dem Anglergruß gewidmet ist:

Anglergruß in anderen Sprachen

Moritz Rott erwähnt in seinem Buch „111 Gründe, angeln zu gehen“ eine englischsprachige Variante. Dort grüßen sich die Angler demnach mit „good fishing“. Wie die Chancen auf Fänge stehen liegt dabei oft in den Händen des Schutzpatron Petrus, oder wie englische Angler sagen „It is all in the hands of Saint Peter“.

Grüße Angler in deinem nächsten Urlaub in der Landessprache:

  • Englisch: good fishing
  • Italienisch: Buona pesca!
  • Tschechisch: petri hojení
  • Polnisch: Dobrych połowów!
  • Norwegisch: petri helbredelse

Dem Schutzpatron zu Ehren

Sogar manche Fische sind nach dem Schutzpatron benannt. So zum Beispiel der „Tilapia“, der Petrusfisch oder der St. Petersfisch. Letzter, auch Christusfisch oder Saint-Pierre genannt, ist ein Meeresfisch mit seitlich stark abgeflachtem und hochrückigem Körper. Besonders ist der runde schwarze Fleck auf seinen Flanken, oft gelb oder geblichweiß umrandet. Der Legende nach handelt es sich bei diesem Fleck um den Fingerabdruck Petrus‘. Dieser soll dem gefangenen Fisch ein Geldstück aus dem Mund gezogen und ihn anschließend zurück ins Wasser gesetzt haben.

5 comments Add yours
  1. Hallo, ich glaube das hat auch was mit dem Alter zu tun. Ich habe beobachtet, dass viele jüngere Angler eher „Petri“ – die Älteren „Petri Heil“ sagen. Sprache verändert sich ja mit jeder Generation. Grüsse!

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